Glossar rund um
Finanzanlagen

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Aktie:
Der Kauf einer Aktie ist zugleich auch der Erwerb eines kleinen Anteils an einem Unternehmen. Der Preis einer Aktie, der sogenannte Aktienkurs bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage.
Der Besitz einer Aktie berechtigt auch zu einem Anteil am Unternehmensgewinn, der Dividende und zur Teilnahme an der Jahreshauptversammlung, auf der sie dann bei wichtigen Entscheidungen mitbestimmen dürfen (Ausnahme: Vorzugsaktie).
Aktienfonds:
Mit dem Kauf eines Aktienfonds investieren Sie gleichzeitig in viele verschiedene Unternehmen. Diese werden von einem Fondsmanager zusammengestellt und deren Kursverlauf überwacht. Die Zusammensetzung kann nach unterschiedlichen Kriterien erfolgen, z.B. nach der Region (Deutschland, Europa), nach der Branche (Maschinenbau, Energie), nach der Unternehmensgröße (DAX, EuroStoxx), nach Währungen (Euro-Raum) und vielem mehr. Aufgrund der ständigen Betätigung eines Fondsmanagers bezeichnet man diese Fonds auch als aktiv gemanagt.
Anleihe:
Das sind Emissionen, für die grundsätzlich gilt: je größer der Markt das Risiko einschätzt, dass der Emittent seine Zinszahlung oder sogar am Ende der Laufzeit die Rückzahlung nicht leiten kann, desto höher ist die Verzinsung.
Anders als bei Aktien werden Anleihen aber nicht in Geldbeträgen sondern mit Prozentwerten gehandelt. Der Prozentwert gibt an, wieviel Euro ein Anleger für einen Euro des Nennwertes bezahlen muss. Die Verzinsung errechnet sich vom Nennwert.
Assetklasse:
Die verschiedenen Anlageformen werden unterschiedlichen Vermögensklassen zugeordnet, die man auch als Assetklasse bezeichnet. Die wichtigsten sind Aktien, Anleihen, Immobilien, Währungsinvestments, aber auch Bargeld.
Ausgabeaufschlag:
Eine Gebühr (i.d.R. zwischen 3 - 5%), die bereits beim Kauf des Wertpapiers als Provision einbehalten wird. Als Kaufanreiz gewähren viele (Depot-)Banken dauerhaft oder auch zeitlich begrenzt eine Reduzierung dieser Gebühr von meist 50% bis 100% an.
ausschüttender Investmentfonds:
Die im laufenden Geschäftsjahr erwirtschafteten Erträge aus Zinsen, Dividenden, Mieteinnahmen usw. werden den Anteilseignern zu regelmäßigen Terminen, i.d.R. einmal jährlich, ausgeschüttet.
Ausschüttungsquote:
Errechnet die an die Aktionäre ausbezahlte Dividende im Verhältnis zum erwirtschafteten Gewinn und sollte in etwa bei 50% liegen.
Basiswert:
Manche Wertpapiere, wie etwa Zertifikate, Optionsscheine u.a. benötigt eine Kalkulationsgrundlage. Diese nennt sich Basiswert und kann zum Beispiel der Wert einer Aktie oder eines Aktinenindexes sein.
Benchmark:
Dabei handelt es sich um einen Vergleichswert zur Beurteilung, wie sich ein bestimmter Investmentfond in einer Periode entwickelt hat. Als Benchmark dient z.B. der Deutsche Aktienindex DAX oder der amerikanische Dow Jones. Wichtig ist allerdings, dass das zu beurteilende Wertpapier auch mit dem Benchmark vergleichbar ist. Ohne Aussagekraft wäre es z.B. wenn ein Aktienfonds mit ausschließlich deutschen Aktien gemessen würde an der Entwicklung der Ölpreise.
Bonität:
Darunter versteht man nichts anderes als die Kreditfähigkeit. Normalerweise wird die Bonität von sog. Ratingagenturen ermittelt.
Branchenfonds:
Die Beteiligungen erfolgen in Unternehmen ausschließlich innerhalb einer einzelnen Branche, z.B. Telekommunikation, Biotech, Chemie, usw.
Zugunsten einer möglichen höheren Rendite wird hier gezielt auf eine breitere Streuung des Risikos verzichtet (‚Klumpenrisiko‘).
Cost-Average-Effekt:
Hier wird der Umstand ausgenutzt, dass Wertpapiere i.d.R. einer stetigen Kursschwankung ausgesetzt sind. Bei einem Investment in Form einer Einmalanlage können Sie zwar den bestmöglichen Kaufzeitpunkt wählen, es kann aber auch besonders schlecht sein. Das wird sich erst in der weiteren Zukunft zeigen.
Aus diesem Grund erfolgt der Wertpapierkauf nun in kleinerem Umfang, aber dafür regelmäßig (z.B. monatlich). Möglich ist der regelmäßige Kauf einer bestimmten Anzahl. Durch die schwankenden Preise führt das jedoch zu unterschiedlich hohen Abrechnungspreisen. Üblich ist daher der Wertpapierkauf in Höhe eines immer wiederkehrenden Betragen. In Abhängigkeit vom Preis ändert sich dann die gekaufte Stückzahl, die auch Bruchteile umfassen können.
Während einzelne Aktien nur zu ganzen Stücken erworben werden können, ist bei Investmentfonds auch der Kauf (und Verkauf) von Bruchteilen möglich.
Der Cost-Average-Effekt sorgt nun dafür, dass sich Preisspitzen mit besonders günstigen Kaufpreisen ausgleichen. Es hat sich gezeigt, dass sich diese Anlagemethode bei längerfristigen Investments der Einmalanlage überlegen ist.
Dachfonds:
Die Investition erfolgt nicht in Einzelpapiere, sondern in andere Fonds, wobei ein einzelner Fonds höchstens 20% des Vermögens des Dachfonds erreichen darf. Die Rendite eines Dachfonds leidet darunter, dass in jedem einzelnen Fonds Verwaltungsgebühren entstehen und der Dachfonds selbst nochmals Gebühren erhebt.
Zudem bündeln manche Fondsgesellschaften mehrere eigene „schlechte“ Fonds in einem Dachfonds.
Depotbank:
Sie verwahrt die einzelnen Wertpapiere für den Anleger. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Ausgabe und Rücknahme von Anteilscheinen, die börsentägliche Prüfung der Ausgabe- und Rücknahmepreise, die Ausschüttung an die Anteilseigner und bei Auflösung eines Fonds auch die Auszahlung dessen Fondsvermögens.
Dividende:
Das ist im Grunde die Verzinsung einer Aktie. Als Aktionär haben Sie dem Unternehmen Ihr Geld geliehen und im Gegenzug werden Sie dann in Form einer Dividende am erwirtschafteten Gewinn beteiligt.
Dividendenrendite:
Setzt die Höhe der ausbezahlten Dividende ins Verhältnis zum Aktienkurs. Auf diese Weise können Sie vergleichen, wie rentabel sich eine bestimmte Aktie im Verhältnis zu anderen Papieren verhält.
ETF - Exchange Traded Funds:
Ein ETF ist ein an der Börse gehandeltes Wertpaper, in dem viele verschiedene Aktien in einem Paket zusammengeführt sind. Mit dem Kauf eines ETF erwerben Sie also gleichzeitig Aktienanteile an vielen unterschiedlichen Unternehmen. Der Unterschied zu einem Aktienfonds besteht darin, dass die Fondszusammensetzung nicht durch einen Fondsmanager aktiv vorgenommen werden. Daher spricht man bei einem ETF auch von einem passiven Fonds.
Beim Kauf oder Verkauf eines ETFs fallen, im Gegensatz zu traditionellen Fonds, weder Ausgabeaufschlag noch Rücknahmegebühren an.
Geldmarktfonds:
Investmentfonds, dessen Investitionsschwerpunkt am sog. Geldmarkt liegt, z.B. in Termingelder, Schuldscheindarlehen oder in kurzlaufende Anleihen. Auf diese Weise können Privatanleger zu Konditionen für Großkunden am Geldmarkt investieren.
Genußschein:
Eine Anlageform, die zwischen der Aktie und der Anleihe angesiedelt ist. Es entsteht ein Anspruch auf Rückzahlung des Nominalwertes und meist auch am anteiligen Gewinn des Unternehmens. Ein Mitspracherecht besteht jedoch nicht. Im Falle einer Insolvenz des Unternehmens, werden zunächst die Ansprüche sämtlicher anderer Gläubiger befriedigt, ehe die Inhaber von Genußscheinen ausbezahlt werden. In der Realität bedeutet dies normaler Weise den Totalverlust des Anlagebetrages.
Geschlossener Fonds:
Bereit vor dem Verkaufsbeginn wird festgelegt, in welches Projekt der Fonds investieren wird und wieviel Kapital er dafür benötigt. Nachdem sämtliche Anteilsscheine veräußert wurden, wird der Fonds geschlossen (daher der Name) und das Projekt beginnt mit der Realisierung.
Im Gegensatz etwa zu einer Aktie werden diese Fonds nicht an der Börse gehandelt und Anleger haben keine oder nur sehr beschränkte Möglichkeiten ihr eingesetztes Kapital vorzeitig wieder zu erhalten.
Wegen verschiedener Probleme in der Vergangenheit bestehen für Privatanleger inzwischen z.T. erhebliche Hürden.
Hebelprodukt:
Damit lässt sich die eigene Markteinschätzung mit geringem Kapitaleinsatz umsetzen. Eine Hebelwirkung entsteht immer dann, wenn weniger Kapital benötigt wird, als beim Direkterwerb des zugrunde liegenden Basiswerts, also z.B. einer Aktie. Die Preisbewegungen eines Hebelprodukts erfolgt immer stärker, als die des Basiswertes.
Für einen dauerhaften Anlageerfolg sind jedoch fundierte Kenntnisse der Funktionsweise von Hebelprodukten und deren Risiken zwingend notwendig.
Hedgefonds:
Diese Investmentfonds unterliegen bezüglich ihrer Anlagepolitik keinerlei gesetzlichen oder sonstigen Beschränkungen. Sie bieten einer Seite eine Chance auf überdurchschnittlich hohe Renditen, aber auf der anderen Seite auch das Risiko auf einen entsprechend hohen Kapitalverlust.
Immobilienfonds:
Investiert i.d.R. in Gewerbeimmobilien. Der erwirtschaftete Ertrag stammt aus den Mieteinnahmen und der Wertsteigerung der Objekte.
Indexfonds:
Bildet die Zusammensetzung eines Index nahezu 1:1 nach und entwickelt sich dementsprchend wie sein Index.
Ein DAX-Indexfonds wird sich also immer analog zur Kursentwicklung des DAX verhalten.
Investmentfonds:
Ein Investmentfonds ist eine Art Sammelbehälter, in den viele verschiedene Anleger ihr Geld als Einmalzahlung oder im Rahmen eines Sparplanes einzahlen. Entsprechend der Ausrichtung des Fonds werden dann Wertpapiere, Rohstoffe, Immobilien usw. gekauft.
Auf diese Weise investiert der Anleger auch mit sehr kleinen Geldbeträgen gleichzeitig in verschiedene Wertpapiere (Risikostreuung) und senkt so sein Verlustrisiko. Bei Investmentfonds handelt es sich um ein sog. Sondervermögen.
ISIN:
steht für: „International Securities Identification Number“ (siehe: WKN)
Kassamarkt:
Der Tag des Geschäftsabschlusses und dessen Abrechnung fällt zeitlich (fast) zusammen. Beim klassischen Aktienhandel liegen zwischen dem Handelstag und dem Tag der Abrechnung auf dem Depotkonto (Belastung bzw. Gutschrift) üblicherweise zwei Bankarbeitstage. (siehe auch: Termingeschäft)
Klumpenrisiko:
Durch den sehr einseitigen Kauf von Wertpapieren erleidet der Anleger einen erheblichen Verlust.
Beispiel: Sie investieren ausschließlich in Akten deutscher Energieversorger (RWE, EON). Durch die Energiewende entstehen diesen Unternehmen plötzlich hohe Entsorgungskosten für deren Kernkraftwerke und gleichzeitig wird deren Restlaufzeit drastisch reduziert. Dies hat zur Folge, dass das Geschäftskonzept dieser Unternehmen hinfällig ist, was wiederum einen drastischen Kursverlust der Aktien bedingt. Durch Ihre sehr einseitige Investition erleiden Sie starke Verluste.
Haben Sie nun zusätzlich in Aktien aus anderen Branchen und Ländern investiert (Automobilbau, Chemie, Konsumgüter, regenerative Energien, usw.) oder sogar in andersartige Papiere (Anleihen, festverzinsliche Wertpapieren, etc.), so verteilt ich Ihr Risiko gewissermaßen auf mehrere Schultern und Ihr Gesamtverlust ist wesentlich geringer.
Magisches Dreieck:
Dahinter verbirgt sich das grundsätzliche Problem die drei Kriterien Sicherheit, Rendite und Liquidität (= kurzfristige Verfügbarkeit) miteinander zu verknüpfen. Innerhalb eines gedachten Dreiecks mit diesen Eckpunkten ist nun eine Anlageform zu wählen, die dem gewünschten Profil des Anlegers entspricht.
Beispiel: Ein Girokonto bietet hohe Sicherheit und Liquidität, aber keine Rendite. Aktien hingegen haben eine hohe Rendite und eine ziemlich gute Liquidität, bieten aber keine Sicherheit. Ein Goldbarren wiederum ist sehr sicher, besitzt eine mäßige Liquidität, bietet aber keine Rendite.
Managementgebühr:
Jährliche Verwaltungskosten einer Fondsgesellschaft. Sie wird von den erwirtschafteten Gewinnen abgezogen und geht so zu Lasten des Anlegers.
Mischfonds:
Das Investment erfolgt in mehrere verschiedene Typen gleichzeitig. Meist erfolgt die Anlage in Aktien, Anleihen, Geldmarktpapieren, Immobilien und/oder Rohstoffen. Dabei kann sich die Zusammensetzung des Fonds je nach Marktlage jederzeit ändern.
Nachrangdarlehen:
Sie gewähren i.d.R. einem Unternehmen ein Darlehen, das Ihnen im Gegenzug eine entsprechende Verzinsung und am Ende der Laufzeit die Rückzahlung des geliehenen Betrages verspricht. Bei guter wirtschaftlicher Lage des Unternehmens haben Sie nichts zu befürchten. Sollte das Unternehmen jedoch Insolvenz anmelden müssen, so werden zunächst alle anderen Gläubiger vollständig bezahlt. Sollte danach noch Vermögen vorhanden sein, erst dann werden die Nachrangdarlehen bedient. Normaler Weise bedeutet das jedoch einen vollständigen oder zumindest weitestgehenden Verlust des Geldes.
Nachschusspflicht
Bei manchen Anlagemöglichkeiten kann es notwendig werden, dass der Anleger sogar noch im Nachhinein verpflichtet ist, die entstandenen Verluste der Gesellschaft auszugleichen. Dies kann zur Privatinsolvenz des Anlegers führen.
Nullkuponanleihe
siehe: Zerobond
Offener Immobilienfonds:
Das Investment erfolgt in regionale oder auch in weltweite Immobilienobjekte aller Art. Das können Einkaufszentren, Bürogebäude oder Wohnhäuser sein.
Performance-Fee:
Darunter versteht man eine Art Erfolgshonorar für den Fondsmanager. Zunächst werden die zu erreichenden Wertvorgaben eines Fonds bestimmt. Erreicht der Fonds dann diese Marke, so wird dem Fondsmanager zusätzlich zur jährlichen Managementgebühr ein weiterer %-Satz ausbezahlt. Für den Anleger vermindert sich so die Rendite zusätzlich.
Rating:
Bewertung und Beurteilung eines Emittenten von Wertpapieren hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, dass der Schuldner seine versprochenen Verpflichtungen wie vereinbart erfüllt
Ratingagentur:
Eine Firma, die die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen aber auch von Staaten errechnet und bewertet. In die Berechnung fließen viele unterschiedliche Faktoren ein, die sich anschließend in einem Rating äußern.
Rentenfonds:
Trotz der Namensgleichheit hat das nichts mit der Altersrente zu tun. Vielmehr versteht man darunter einen Fonds, der in festverzinsliche Wertpapiere mit i.d.R. regelmäßigen Zinszahlungen investiert. Das können Anleihen von Ländern, Unternehmen oder sonstigen Institutionen sein.
Rücknahmegebühr:
Beim Verkauf herkömmlicher Fonds fallen u.U. wiederum Gebühren an, die bis zu
Sondervermögen:
Im Falle der Konkurs des herausgebenden Institutes (Emittent) ist das Fondsvermögen vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt.
TER - Total Expense Ratio:
Dahinter verbirgt sich die jährliche Gesamtkostenquote, also all jene Kosten, die für das Fondsmanagement, die Bestandsprovision, Werbekosten, usw. anfallen und dem Fonds und damit den Anlegern belastet werden.
Termingeschäft:
Der Preis wird bereits heute vereinbart und fixiert, die Bezahlung und Lieferung des Gutes erfolgt hingegen erst zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft. Zwischen dem Handelstag und dem Tag der Abrechnung und Lieferung können auch mehrere Wochen oder Monate liegen.
Der Verkäufer (Short-Position) verpflichtet sich, dem Käufer (Long-Position) das Gut an einem bestimmten Termin und zu den vereinbarten Konditionen zu liefern.
Bereits vor 2000 Jahren vereinbarten Produzenten und Abnehmer von Agrarprodukten feste Preis für zukünftig zu liefernde Waren. So wurde für beide Seiten eine Preis- und Planungssicherheit hergestellt. (siehe auch: Kassamarkt)
Thesaurierender Investmentfonds:
Hier werden sämtliche Erträge automatisch wieder in Form von Fondsanteilen angelegt und so profitiert der Anleger vom Zinseszinseffekt.
Totalverlust:
Hier ist das Wertpapier absolut wertlos, d.h. der Anleger verliert vollständig sein investiertes Kapital. Bei Aktien und Anleihen ist das jedoch nur äußerst selten der Fall, denn selbst bei einer Insolvenz sind (meist) noch Vermögensgegenstände, wie Grundstücke, Maschinen, Patente, usw. vorhanden, die schließlich noch veräußert werden können. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der Anleger vor Verlusten verschont bleibt.
Manche Wertpapiere besitzen jedoch ein bestimmtes „Verfallsdatum“. Sollte an diesem Tag nicht ein bestimmter und bereits lange zuvor festgelegter Zustand erreicht werden, so verfällt es und wird vollkommen wertlos. Der Anleger geht gewissermaßen eine Wette zu einem bestimmten Datum ein und kann dabei auch alles verlieren.
Volatilität (kurz: Vola):
Das Maß für die prozentuale (tatsächliche) Schwankungsbreite eines Wertpapiers im Jahresverlauf und der Wahrscheinlichkeit dafür.
WKN:
Abkürzung für „Wertpapierkennnummer“. Jedes Wertpapier besitzt eine einmalige und unverwechselbare WKN die man auch als Bestellnummer bezeichnen könnte. Bei jedem Kauf oder Verkauf wird diese Nummer verwendet.
Die WKN wird jedoch zunehmend durch die ISIN ersetzt.
Zerobond (auch: Nullkuponanleihe):
Die einfachste Form einer verzinslichen Geldanlage. Im Gegensatz zu herkömmlichen Anleihen werden hier allerdings keine regelmäßigen Zinsen bezahlt. Stattdessen erhalten die Käufer einen bestimmten Nennwert mit einem Abschlag und erhalten erst am Ende der Laufzeit den Nennwert zu 100% zurück.
Die Verzinsung erfolgt also über den verminderten Kaufpreis, der i.d.R. unter 100% des Nennwerts liegt.